Photovoltaik Osttirol

Tiwag und Solarstrom

Share Button

Tiwag reagiert auf Proteste

Die Ankündigung der Tiwag (Tirol), mit Jahreswechsel die Einspeisetarife für kleine Solarstromanlagen (bis 5 kW) zu kürzen, hatte einen Proteststurm ausgelöst. Wie berichtet, hatte die Tiwag beschlossen, ab 1. Jänner 2014 den Einspeisepreis für ab 2009 in Betrieb genommene Anlagen von bisher 15 Cent auf 12 Cent je Kilowattstunde (kWh) zu senken. Bei ab 2011 in Betrieb genommenen Anlagen werden ab Jänner nur noch 9 Cent statt 15 Cent pro kWh gezahlt.

tiwag -logo

Tiwag Energieerzeuger aus Tirol

In Tirol gibt es rund 2100 private Betreiber von Photovoltaikanlagen. Viele Hausbesitzer, die eine solche Anlage am Dach errichtet hatten, wurden von der Umstellung kalt erwischt. Jetzt hat die Tiwag etwas nachjustiert. Zwar bleibt die Umstellung auf die niedrigeren Einspeisetarife grundsätzlich aufrecht. Die gekürzten Tarife sollen aber nur für die „Überschussproduktion“ gelten – also für jenen Anteil des produzierten Solarstroms, der über den Eigenverbrauch hinausgeht.

Für die Solarstrommenge, die man selbst konsumiert, soll sich laut Tiwag hingegen weiterhin ein Vorteil von derzeit 15 Cent pro kW/h ergeben. Denn laut Tiwag bekommen die Solarstromproduzenten – wie etwa Einfamilienhaushalte – für den Eigenverbrauchsanteil künftig nicht den niedrigeren Einspeisetarif (von 9 bzw. 12 Cent), sondern sparen sich im Gegenzug den Strombezug zum Tiwag-Tarif, der derzeit bei 15 Cent brutto liegt (inkl. Energiepreis, Netztarif, Steuern und Abgaben). „Man kann die Produktion seiner Photovoltaikanlage selbst verwenden und dafür den Tiwag-Bezug verringern“, führt Tiwag-Vorstandsdirektor Erich Entstrasser aus: „Wir nehmen erst den Anteil der Einspeisung, den jemand nicht für sich selbst braucht.“

Weil Photovoltaikanlagen immer günstiger werden, soll in Zukunft zudem bei Neuanlagen die Höhe der Einspeisetarife für die Überschussproduktion jährlich angepasst werden. Wie die Tiwag mitteilte, wird „der Einspeisepreis künftig für jedes Anlageninbetriebnahmejahr auf Basis der aktuellen Anlagekosten neu festgesetzt“ und soll rund 60 Prozent der Erzeugungskosten betragen. „Wenn jemand beispielsweise 2014 eine Photovoltaikanlage errichtet, wird der Einspeisetarif auf Basis der durchschnittlichen Kosten der Anlage im Jahr 2014 ermittelt. Der Tarif wird dabei nur für die neuen Anlagen an die Kostenentwicklung angepasst. Die Tarife für Altanlagen bleiben bestehen“, führt Entstrasser aus. Sollten neue Solarstromanlagen künftig also billiger werden, dürften auch die Einspeisetarife sinken.

Die durch die gekürzte Photovoltaikförderung frei werdenden Gelder sollen in Wärmepumpenprojekte in sozialen Einrichtungen der Gemeinden wie beispielsweise Pflege, Kinder- und Jugendbetreuung fließen, teilte die Tiwag gestern mit. (Quelle: TT)

OTAenergy plant auch Ihrer Photovoltaikanlage genau nach Ihren Bedürfnissen und klärt für Sie alle Förderungen.  Bei Fragen kontaktieren Sie uns einfach mit unserem Kontaktformular, oder an die Email office@otaenergy.com.