Photovoltaik Osttirol

Tirol – Photovoltaikanlage entsteht in Assling

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Assling im Osttiroler Pustertal hat Sonne im Überfluss. Nun entsteht in der Nachbargemeinde von Anras
mit 2000 Kilowatt Spitzenleistung

die größte Photovoltaik-Anlage Tirols.

Das Ortsbild soll nicht darunter leiden.

 

Photovoltaikanlage Assling/Tirol

Photovoltaikanlage Assling/Tirol

Tiroler Gemeinde Assling hat Strom im Überfluss: Das verspricht sich das Elektrowerk Assling (EwA) von seinem neuesten Projekt, einem riesigen Photovoltaik-Park. Er soll Mitte Oktober 2013  fertig sein und eine Gesamtleistung von 2000 Kilowatt maximal haben. „Das entspricht etwa 400 Klein-Anlagen, wie sie Einfamilienhäuser haben“, erklärt Harald Stocker, Geschäftsführer des EwA. Damit ist der Asslinger Photovoltaik-Park mit Abstand der größte, der je in Tirol errichtet wurde, so Stocker. Die Mega-Anlage besteht aus vier Teilen, die in der Asslinger Fraktionen Bannberg, Bichl, Herol und Unterassling, alle in Tirol, im Bau sind, die nötigen Flächen wurden von Bauern gepachtet.

Dabei war der Gemeindeführung auch das Ortsbild wichtig, so Bürgermeister Bernhard Schneider. „Uns ist ein großer Park lieber, als dass im Dorf jeder Haushalt seine eigene Photolvoltaik-Anlage am Dach hat.“ Und die Standorte der vier Park-Teile würden sich auch unauffällig ins Landschaftsbild fügen, ergänzt EwA-Betriebsleiter Konrad Jungmann. „Wir wollen uns ja nicht unsere eigene Aussicht verbauen.“

Finanziert wird das 3,2 Millionen Euro teure Projekt über zwei Schienen. Einerseits über Darlehen, andererseits können sich Asslinger Bürger so genannte „Sonnen-Scheine“ kaufen. Ein solcher Schein kostet 4500 Euro und bringt dem Käufer über 20 Jahre lang eine Ermäßigung beim Strompreis. „Rechtlich gesehen handelt es sich dabei um ein Strombezugsrecht“, klärt Harald Stocker auf.

Das ist deshalb möglich, weil das Elektrowerk Assling seit Längerem vier Wasserkraftwerke in der Gemeinde hat und auch das Versorgungsnetz selbst betreibt. Eines fügt Stocker jedoch hinzu: „Das Ganze ist nur wirtschaftlich, weil es uns gelungen ist, bei der Ökostrombehörde den geförderten Tarif zu ergattern.“

Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe vom TT / Bericht von  Catharina Oblasser